IX Perspectives

„Zusammen, nicht gegeneinander“ – Feiern wir den Women’s History Month

Im Jahr 2015 berichtete der Harvard Business Review, dass Frauen nur 19 Prozent der in den Nachrichten genannten Experten und 37 Prozent der Reporter, die weltweit berichteten, ausmachten“. Als ein Unternehmen, das sich der Förderung des Premium-Journalismus verschrieben hat, halten wir es für ebenso wichtig, sich für die Stimmen einzusetzen, die diese Geschichten zum Leben erwecken. Wir kämpfen für mehr Parität und Vielfalt für die Namen und Gesichter, die mit diesen Artikeln verbunden sind.

Es ist bereits ein jahrelanger Kampf, der aber im März, dem Monat der Frauengeschichte, dem Women’s History Month, und insbesondere am Weltfrauentag (am 8. März) besondere Aufmerksamkeit erhält. Zu diesem Anlass hatten wir Lily Herman – preisgekrönte Schriftstellerin, Redakteurin und politische Fürsprecherin – zu einem Gespräch in unsere Büros eingeladen, um über ihre Erfahrungen, Einsichten und Empfehlungen für diejenigen von uns zu sprechen, die eher am Rand der medialen Aufmerksamkeit stehen.

Hier ein paar unserer umsetzbaren Lieblingsideen, die wir aus dieser Diskussion mitgenommen haben – Maßnahmen, die wir alle an 365 Tagen im Jahr ergreifen sollten:

Alle müssen mit anpacken

Allzu oft finden Gespräche über die Stärkung von Frauen in einem Vakuum statt. Es ist leicht, Frustrationen auszudrücken und Kameradschaft zu finden, wenn man mit anderen Frauen über Herausforderungen diskutiert, aber wie Lily erklärte: Es ist nicht nur Sache der Frauen, Frauen zu ermächtigen; alle müssen mit anpacken, um aktiv zu werden und jede Gruppe zu unterstützen, die marginalisiert und unterrepräsentiert ist.”

Männer spielen im Gespräch über die Geschlechterparität eine ebenso große Rolle wie Frauen, und es ist unerlässlich, dass wir sie zu Diskussionen darüber einladen, wie die Anzahl der Sitze von Frauen und Minderheiten am Tisch erhöht werden kann. Die tatsächliche Umsetzung wird nur durch einen offenen, transparenten Dialog ermöglicht. Um die Interessenvertretung zu stärken, müssen wir unsere Herausforderungen allen Parteien vollständig erklären (statt nur unser eigenes Süppchen zu kochen).

Fokus auf Zusammenarbeit, nicht Wettbewerb

In Lilys Worten: Es hat etwas wirklich Mächtiges, wenn Frauen einander nicht als Konkurrenz sehen, sondern zusammen arbeiten.” 

Frauen und Minderheiten müssen dafür sorgen, dass sie sich gegenseitig die sprichwörtliche Leiter hinaufschieben und nicht gegenseitig runterziehen. Die Bereitstellung von Mentorenschaft, konstruktivem Feedback und ein offener, ehrlicher Dialog sind alles Wege, um die Zusammenarbeit zu erleichtern, nicht den Wettbewerb.

Fortschritt feiern

Die Technologie- und die digitale Medienbranche (wie auch eine Reihe anderer Branchen) sind noch weit davon entfernt, die volle Geschlechterparität zu erreichen, aber das sollte uns nicht davon abhalten, Fortschritte zu feiern, wenn und wo wir können.

Wenn wir gemeinsam daran arbeiten, uns gegenseitig zu fördern, sollten wir nicht vergessen, unsere KollegInnen jedes Mal anzuhalten und zu feiern, wenn sie eine neue Sprosse auf dieser Leiter erreicht haben. Erkennen Sie großartige Arbeit an, danken Sie außergewöhnlichen MentorInnen und stoßen Sie auf KollegInnen auf ihrem Weg nach oben an.

Bei Index Exchange hat beispielsweise unser People-Team vor kurzem eine globale Unternehmenspolitik hinsichtlich der Elternzeit vorgestellt, die darauf abzielt, all unseren berufstätigen Eltern (oder werdenden Eltern) bis zu 26 Wochen bezahlten Urlaub zu gewähren, nachdem sie ein Kind bekommen haben. Obwohl es nicht der Erfolg oder die Beförderung eines Einzelnen ist, war dies ein bedeutsamer Schritt für die Frauen (wie auch für die Männer und die nichtbinären Menschen!) unserer Organisation, den wir intern sehr begrüßten.

Denn ermächtigte Frauen ermächtigen Frauen. #EachForEqual

In dem Bemühen, genau das zu tun – den Fortschritt zu feiern und sich gegenseitig zu stärken – baten wir einige führende JournalistInnen und Teammitglieder bei Index Exchange, ihre Lieblingsbücher, -filme und -podcasts zu teilen, die sich für die Gleichberechtigung in diesem Bereich einsetzen. Ihre Top-Empfehlungen sind unten aufgeführt. Wenn Sie in dieser unberechenbaren Zeit nach einer Prise Motivation oder einem Moment der Ruhe suchen, sollten diese genügen.

Bücher: Trick Mirror von Jia Tolentino, Becoming von Michelle Obama, A Room of One’s Own (Ein Zimmer für sich allein) von Virginia Woolf, Red Clocks von Leni Zumas, The Handmaid’s Tale and The Testaments (Die Zeuginnen) von Margaret Atwood, The Neapolitan Novels (Meine geniale Freundin ff.) von Elena Ferrante, The Bell Jar (Die Glasglocke) von Sylvia Plath, Educated (Befreit: Wie Bildung mir die Welt erschloss) von Tara Westover, Americanah and Half of A Yellow Sun von Chimamanda Ngozi Adichie und Twitter And Tear Gas von Zeynep Tufecki.

Filme: Little Women, Lady Bird, Mean Girls (Girls Club – Vorsicht bissig!), A League Of Their Own (Eine Klasse für sich), Cleo From 5 to 7 (Cleo – Mittwoch zwischen 5 und 7), Lost In Translation und Wonder Woman.

Podcasts: Women At Work, Pretty Big Deal with Ashley Graham, Unladylike, The Secret Lives of Black Women, Small Doses with Amanda Seales, Serial, Stuff Mom Never Told You, Ologies und Women Who