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This Woman’s Work: Ellinor Klier, Havas Media Germany

Ellinor Klier - Havas Media Germany

Berufstätige Frauen erhalten während ihrer Karriere eine Reihe von Ratschlägen und wir lassen uns ständig von Frauen inspirieren, die den Weg ebnen und Verantwortung in einer sich ständig weiterentwickelnden Welt der Technologie übernehmen. Willkommen zur „This Woman’s Work“, einer Blog-Reihe, in der wir zeigen, wie unterschiedliche Frauen die Tech-Branche sowohl beruflich als auch persönlich voranbringen.

Diesen Monat haben wir die Gelegenheit mit Ellinor Klier, Head of Programmatic Hub bei Havas Media Germany zu sprechen.

IX: Zu Beginn vorab, wer ist Ellinor Klier und was ist Ihre größte Leidenschaft? 

EK: Ich komme ursprünglich aus Südfrankreich. Nach meinem Technologie Studium in Shenzhen, China, habe ich meinen Master in Technologie und Innovation an einer französischen Business School gemacht. Von dort aus haben sich in meinem Leben in Deutschland viele Möglichkeiten eröffnet, so dass ich meiner Leidenschaft für digitales Marketing nachgehen kann.

IX: Sie haben einen Master-Abschluss in Technologie und Innovation – Was hat Ihr Interesse an der Technologiebranche geweckt? Können Sie uns beschreiben, wie Ihre Karriere begonnen hat? 

EK: Ich hatte die Gelegenheit, einige Monate in China zu leben und in Shenzhen zu arbeiten – einer sehr Tech-getriebenen Stadt. Während ich dort war, verbrachte ich meine Tage auf den Elektronikmärkten, lernte neue technische Komponenten kennen und entwickelte neue Prototypen – ich testete alles aus und nahm die finalen Produkte mit zurück nach Frankreich. Dies hat meine Leidenschaft für die Technologiebranche sicherlich positiv beeinflusst und mich dazu gebracht, International Tech & Innovation zu studieren. 

Da ich Technologie auch weiterhin durch eine internationale Brille betrachten wollte, führte mich der Weg direkt zu Havas, die einen europäischen Hub in Frankfurt haben. Das war die perfekte Gelegenheit für mich, meinen technischen Hintergrund mit dem Interesse am Marketing zu verbinden.

IX: Was hat Sie an Marketing und Online Advertising immer schon interessiert und was begeistert Sie so an der Programmatic Branche?

EK: Digitale Medien waren immer schon das Gebiet, in das ich tiefer eintauchen wollte, da sie sich ständig weiterentwickeln und verändern. Die Auswirkungen der programmatischen Revolution und ihre Fähigkeit, Ergebnisse in Echtzeit zu erhalten, haben mein Interesse zusätzlich verstärkt. 

Als Havas das erste mal begann, nach einem Programmatic Trader zu suchen, stellte ich mir vor, dass sie jemanden suchen, der den ganzen Tag codiert – was nicht genau zu meinem Profil passt (obwohl ich eine starke Affinität für Webdesign und neue Technologien habe). Trotzdem vertraute Havas mir und gab mir die Möglichkeit, unser programmatisches Angebot fast von Grund auf neu zu entwickeln. Seitdem konnten wir unser Fachwissen und unsere unglaublich leistungsstarken, vertrauenswürdigen Trading Desks im gesamten Netzwerk wirksam einsetzen.

Heute habe ich das Glück, ein talentiertes Team von mehr als 25 Mitarbeitern zu haben, die alle gemeinsam den Status Quo in Frage stellen und immer einen Schritt voraus sind. Unser Ziel ist es natürlich, die Dienstleistungen, die wir unseren Kunden anbieten, zu maximieren.

IX: Ein Tag in Ihrem Arbeitsleben – wie lässt er sich beschreiben?

Es gibt definitiv keine Langeweile. Die oberste Priorität ist immer sicherzustellen, dass alle digitalen automatisierten Aktivitäten und Kampagnen reibungslos ablaufen. Dann laufe ich hauptsächlich von Meeting zu Meeting, in den sich alles um ‘Meaningful Media’ dreht, das Kernstück der Strategie von Havas.

Ziel ist es, ein Verständnis für jeden Kunden zu entwickeln, das die Erwartungen übertrifft, und es uns zu ermöglichen, maßgeschneiderte digitale Lösungen für die Probleme des Kunden anzubieten. Das ist im Wesentlichen meine Hauptaufgabe, jeden Tag.

Gespräche mit Vendoren und Technologieunternehmen im gesamten Markt sind ebenfalls sehr wichtig für uns, damit wir unsere Fähigkeiten und Strategien weiter verbessern können und damit unsere Kunden von erstklassiger Technologie profitieren können.

Außerdem liegt mir ein guter Teamgeist sehr am Herzen. Niemand sollte bei der Lösung seiner Probleme allein gelassen werden. Unser generelles Motto lautet: „Lasst uns eine Pizza bestellen und das Projekt zusammen zu Ende bringen.“

IX: Ich mag den “Lasst und eine Pizza bestellen” Ansatz. Was war denn die größte Herausforderung, vor der Sie während Ihrer Karriere bisher standen? Wie sind Sie damit umgegangen (alleine oder im Team)?

EK: Vor zehn Jahren, als Programmatic zum Buzzword wurde, erkannten nur wenige Player im Markt das wahre Potenzial dieser neuen Art des Buying. Meine größte Herausforderung bestand darin, Programmatic genau zu dem zu machen, was es heute ist – ein Teil des Mainstreams. Das beinhaltete die Evangelisierung der Technologie und die Leitung von Trainings für Vermarkter. 

Etwas Neues zu lernen bedeutet für mich, es von der Position eines Amateurs aus anzugehen, und ich persönlich habe kein Problem damit, zuzugeben, dass ich etwas nicht weiß oder verstehe. Ich denke, dieser Ansatz hat es mir ermöglicht, weiter zu wachsen und diese Technologie besser zu verstehen, was mir dann wiederum geholfen hat, anderen beizubringen, es besser zu verstehen.

Meine nächste Herausforderung besteht jetzt darin, die Silos in der Digitalbranche aufzubrechen, die immer noch weiter verbreitet sind. 

IX: Apropos Neue Dinge lernen: Sie sprechen vier Sprachen! Wie hat dieses mehrsprachige und multikulturelle Wissen Ihre Sichtweise auf die Dinge innerhalb als auch außerhalb der Arbeit beeinflusst?

EK: Multikulturelle Erfahrungen sind in unserem Bereich immer ein Plus, obwohl ich mich durch die Arbeit im deutschen Markt an die lokalen Gewohnheiten angepasst habe!

Letztendlich sehe ich keine Grenzen mehr zwischen Sprachen und Kulturen und ich wende diese Sicht auf alles im Leben an – einschließlich Essen (ich esse sogar Schnitzel mit Baguette und Käse.)

IX: Zu guter Letzt: Welche anderen Fähigkeiten beherrschen Sie abgesehen von Sprachen (und kulinarischen Kreationen) oder was möchten Sie noch erlernen, außerhalb der Arbeit? 

EK: Seit ich fünf Jahre alt bin, spielt Musik eine große Rolle in meinem Leben. Ich spiele Klavier, Klarinette und habe einmal ein Orchester geleitet. 

Während dieser, durch COVID-19 geprägten seltsamen Zeit, in der zu Hause geblieben sind, habe ich es genossen, an meinem Klavier zu sitzen und klassische Partituren von Mendelssohn, Beethoven oder Liszt zu lernen. Besonders nachts, wenn es draußen stürmt, kann ich meinen Gefühlen und meiner Leidenschaft freien Lauf lassen!