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Horizont : Omnichannel – der nächste Schritt für Programmatic Advertising?

Omnichannel – der nächste Schritt für Programmatic Advertising?

Onlinewerbung – vor einigen Jahren noch war das ein Synonym für blinkende Werbebanner auf dem Desktop. Doch das ist lange her. Heute muss erfolgreiche Werbeplanung viele weitere Kanäle berücksichtigen, weiß Jörg Vogelsang. In seinem Gastbeitrag erläutert der Stellvertretende Vorsitzende der Fokusgruppe Programmatic Advertising im BVDW, welche Vorteile ein vernetztes Ökosystem über alle Kanäle hätte – und wie Programmatic Advertising Omnichannel-Werbung einfacher machen kann.

Während sich unsere Gesellschaft langsam an die neue Normalität der Corona-Krise anpasst, wird einmal mehr deutlich, wie sehr sich die Nutzungsgewohnheiten der Konsumenten verändert haben. Wie sehr sich der Endverbraucher mittlerweile auf das Mobiltelefon anstelle des PCs oder Laptops verlässt. Das Handy befindet sich permanent in Reichweite des Konsumenten, stets bereit, die Tür in die digitale Wunderwelt zu öffnen.

Folge: Seit 2019 dominiert Mobile als Device-Typ den globalen digitalen Ad Spend. Wo es Gewinner gibt, muss man nach Verlierern nicht lange suchen: Desktop ist nicht der einzige Kanal, der unter dem starken Wachstum von Mobile Advertising leidet – auch (lineares) TV muss sich anpassen. So konsumieren Endverbraucher ihre TV-Sendungen immer häufiger auf ihren mobilen Endgeräten.

Die Zeiten, in denen sich digitale Werbung auf den Desktop konzentrieren konnte, sind daher schon lange vorbei. Erfolgreiche Werbeplanung muss alle Kanäle berücksichtigen – einen echten Omnichannel-Ansatz verfolgen.

„Die Zeiten, in denen sich digitale Werbung auf den Desktop konzentrieren konnte, sind daher schon lange vorbei.“
Jörg Vogelsang, Regional Managing Director DACH & CEE, Index Exchange 

Und auch Programmatic Advertising muss sich an dieser Stelle weiterentwickeln. Lassen Sie uns daher einen Blick auf die Entwicklung dieser – gar nicht mehr so – neuen Kanäle werfen, die sicherlich auch bei der Verteilung von Werbegeldern in Deutschland zukünftig eine größere Rolle spielen werden.

  1. Angetrieben durch die Innovation in der Video-Technologie: Video Advertising
    Seit ihrer Entstehung haben Web 2.0 und nutzergenerierte Inhalte eine stetige Professionalisierung durchlaufen – auch und insbesondere bei Video-Content. So konnten die Produzenten der Videoinhalte ihren Content überwiegend kostenfrei beziehungsweise werbefinanziert anbieten. Laut Statista sollen die Werbeausgaben für Videowerbung im Jahr 2020 in Deutschland 849 Millionen Euro betragen. Dieses Wachstum ist auf die ständige Weiterentwicklung der Videotechnologien mit mehr Streaming-Plattformen zurückzuführen. Höhere Prozessorleistungen sowie eine allgemein wachsende Bandbreite für Mobilgeräte und Desktop fördern neue Formate wie Live-Broadcasting, 360°-Panorama Videos oder Virtual-Reality-Videos – die letztendlich auch als Werbeumfelder immer attraktiver werden.
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