IX Perspectives

Library-Updates in 2020

Mit Aufkommen der ersten Header-Bidding-Lösungen erkannten Publisher schnell die Nutzungsvorteile des Javascript-Frameworks um den Code ihrer digitalen Werbeanzeige und Bieter (oft als „Container“ oder „Wrapper“ bezeichnet; wir bei Index Exchange sprechen hier von der „Library“) dort unterzubringen.

Während die ersten Frameworks halfen, die Monetarisierung zu demokratisieren, sehen sich Publisher heute auch weiterhin mit neuen Herausforderungen, wie Regulierungen, Richtlinien, Standards und Adressierbarkeit, konfrontiert. Dies fördert die Nachfrage nach anpassungsfähigen, flexiblen Library-Lösungen. Es ist unerlässlich, dass eine Library so aufgebaut wird, dass sie nicht nur die Anforderungen der gesetzlichen Bestimmungen erfüllt, sondern auch so flexibel ist, dass sie sich an die sich ständig wandelnden Bedürfnisse der Publisher anpassen kann. Unsere Bemühungen, die Publisher fortwährend mit einer Library zu unterstützen, sind daher nicht einmal annähernd abgeschlossen.

Wir haben kürzlich eine Reihe von Updates in unsere Library integriert und aktiviert, die aktive Code-Anpassungen seitens der Publisher bedürfen.

  • Chrome-Browser 80 Updates: Dieses Update betrifft die Default-Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre, um den Benutzern mehr Transparenz und eine bessere Kontrolle über Cross-Site-Cookies zu ermöglichen. Diese Aktualisierung erforderte, dass bei jedem, in einer Library gesetzten Cookie, der Kontext explizit gekennzeichnet werden muss (First- oder Third-Party) und Informationen (über Cookies) nur über eine sichere Verbindung im offenen Web übermitteln darf. 
  • Der California Consumer Protection Act: Im Januar 2020 im US-Bundesstaat Kalifornien erlassen, soll der Act sicherstellen, dass jeder Nutzer in Kalifornien die Möglichkeit und die Mittel hat, sich gegen personalisierte Werbung im Open Web zu entscheiden. Dies erforderte, dass jeder Publisher, der in Kalifornien geschäftlich tätig ist, einen Mechanismus zur Verfügung stellt, mit dem der Benutzer die Möglichkeit hat, sich gegen Werbung zu entscheiden und eine Library zu nutzen, die in der Lage ist, die Consent-Informationen aufzunehmen und an alle Adapter in einer Weise weiterzugeben, die diese lesen und verstehen können.
  • Sellers.json & Schain: Diese Initiativen wurden 2019 vom IAB Tech Lab vorgestellt, um die dringend gewünschte Transparenz in jede Transaktion der programmatischen Supply Chain zu bringen. Dies erforderte, dass jeder Teilnehmer an einer Transaktion – angefangen von der Website oder App des Publishers bis hin zu jeder Exchange oder jeder SSP, seine Teilnahme über gehostete Dateien wie Sellers.json – oder alternativ über an den Network Call angefügte Daten via Schain – belegen muss.
  • Datenschutzverordnung: Diese wurde von der Europäischen Union im Jahr 2018 für ihre Bürgerinnen und Bürger in Kraft gesetzt, um sicherzustellen, dass ihre persönlichen Daten auf eine sichere Art und Weise verwendet werden. Die Verordnung verpflichtete jeden Publisher, der in der Europäischen Wirtschaftszone geschäftlich tätig ist, die Zustimmung der Nutzer einzuholen und diese dann an eine Library zu übergeben, die die Consent-Informationen sammeln und an alle Adapter in einer lesbaren und verständlichen Weise weitergeben kann. Diese Funktionalität soll nun mit dem TCF 2.0 in Einklang gebracht werden. 

Viele dieser Aktualisierungen sind bereits aktiv, weitere werden im Zuge der Anpassung an TCF 2.0 folgen. Wir sind wie immer bemüht, die vielseitigsten, leistungsfähigsten und datenschutzorientiertesten Lösungen für unsere Branche zu entwickeln.