IX Perspectives

Als Frauen in der Tech-Branche haben wir die Fähigkeit, langanhaltende, sinnvolle Veränderungen zu bewirken – hier ist wie

Ich bin erst seit relativ kurzer Zeit bei Index Exchange. Doch von Anfang an war für mich klar: Dies ist ein Unternehmen, in dem ich Veränderungen herbeiführen kann.

Als zweifache Mutter und Immigrantin, die ihre Karriere in technischen Bereichen verbracht hat, bin ich es gewohnt, in der Minderheit zu sein – die einzige Frau am Tisch. Das hat mich zwar nie davon abgehalten, meiner Leidenschaft zu folgen und mich nach oben zu arbeiten, aber es war dennoch nicht immer einfach. Es war eine Herausforderung für mich, zu akzeptieren, dass ich, egal was passiert, nie ganz in das Arbeitsumfeld in dieser Branche hineinpassen würde. Aber nach einigen Jahren meiner beruflichen Laufbahn wurde mir klar, dass ich mich nicht anpassen musste. Ich brauchte nicht „einer der Jungs“ zu sein, um sicherzustellen, dass meine Stimme gehört wurde. Ich musste einfach den Mund aufmachen, die Hand heben und meine einzigartige Perspektive einbringen und Lösungen für Herausforderungen anbieten, die niemand sonst zu lösen wusste.

Es ist eine Lektion, die ich verbreiten möchte und die sicherstellt, dass Frauen – sei es auf der Einstiegs- oder auf der Führungsebene – einen klareren Karrierepfad haben und ein besseres Gespür dafür entwickeln, wie sie ihre Stimme finden können, als ich es zu Beginn meiner Karriere tat.

Auch wenn ich noch immer viel an diese Zeit denke, so dient der Women’s History Month als eine Zeit, um über das nachzudenken, was wir erreicht haben und wie viel Arbeit noch vor uns liegt. Wie können wir den Wandel vorantreiben? Wie können wir trotz trauriger Statistiken und Stereotypen sicherstellen, dass wir einen Weg für andere Frauen in die Tech-Branche bahnen und eine nachhaltige Veränderung herbeiführen?

Ich habe da ein paar Ideen…

Eine Community aufbauen

„Alone, we can do so little; together, we can do so much.“ – Helen Keller

Der Aufbau und die Förderung einer Community für Frauen am Arbeitsplatz – eine Gemeinschaft, in der sie sich sicher fühlen, wenn sie ihre Gedanken äußern, Herausforderungen diskutieren und Ideen austauschen – ist von größter Bedeutung. Nach der Gründung kann diese Community Veranstaltungen organisieren, das Bewusstsein durch Schulungen und Workshops stärken und dazu beitragen, die HR-Aktivitäten zu beeinflussen und ein integrativeres, engagiertes und einladendes Umfeld für alle zu schaffen. Sie kann auch außerhalb eines Unternehmens eingesetzt werden, was sich wiederum auf die gesamte Branche und die lokale Gemeinschaft auswirkt.

Die Einstellung (und Förderung) von Vorbildern

Per Definition ist ein Role Model „jemand, dessen Verhalten und Erfolg von anderen, insbesondere von jüngeren Menschen, nachgeahmt werden kann“. Um ein Vorbild zu sein, muss man jedoch in der Lage sein, sich auf diejenigen zu beziehen, die man beeinflussen will, was es – natürlich – für Frauen schwierig macht, in männlich dominierten Organisationen und Bereichen (z.B. der Tech-Branche) Vorbilder zu finden.

Es gibt zwei Möglichkeiten, diese Herausforderung zu bewältigen, aber sie müssen zusammen auftreten. Die erste liegt auf der Hand: Stellen Sie mehr Frauen in Führungspositionen ein und fördern Sie sie organisationsintern. Das ist kein leichtes Unterfangen – neuere Studien deuten darauf hin, dass Frauen weniger als 25 Prozent der wissenschaftlichen und technischen Arbeitskräfte in Kanada ausmachen (eine Zahl, die speziell im Ingenieurwesen wahrscheinlich noch geringer ist). Aber je mehr Frauen wir in Führungspositionen bringen, desto mehr werden sich ihre jüngeren Kolleginnen inspiriert fühlen, ebenfalls die sprichwörtliche Karriereleiter hinaufzusteigen.

Der zweite Schritt, der gerne übersehen wird, ist: Die Ausbildung Ihrer männlichen Führungskräfte. Trainieren Sie sie nicht einfach, damit sie sich der Bedeutung von Vielfalt und Integration bewusstwerden (dies sollte eine Selbstverständlichkeit sein), sondern geben Sie ihnen die Instrumente an die Hand, um ein Umfeld des Respekts zu fördern, in dem alle Stimmen wirklich gehört werden und niemand abgewiesen oder verspottet wird. Männliche Führungspersönlichkeiten können und sollten zur Chancengleichheit ebenso viel beitragen wie weibliche (und nicht-binäre) Führungskräfte, damit jede und jeder das eigene Potenzial ausschöpfen und neue, herausfordernde Projekte übernehmen kann.

Diversität und Inklusion zu Prioritäten der Exekutive machen

Die Unternehmen von heute erkennen (endlich) die positiven Auswirkungen einer vielfältigen Belegschaft auf ihr Geschäftsergebnis. Im Jahr 2015 berichtete McKinsey, dass „das Viertel der Unternehmen mit der meisten unternehmenseigenen Diversität mit einer 35 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit wirtschaftlich besser dasteht als die Konkurrenz in ihrer Branche“. Vielfalt trägt zur Steigerung der Produktivität, Kreativität sowie des Engagements von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kunden bei. Sie sollte ganz oben auf der Prioritätenliste jedes Führungsteams stehen.

Insbesondere für Technologieunternehmen ist Diversität noch entscheidender. Sie trägt dazu bei, Voreingenommenheit bei der Produktentwicklung zu reduzieren und verbessert die Qualität, der von verschiedenen Bevölkerungsgruppen konsumierten Produkte. Auch die Fähigkeit der Teams zur Problemlösung und Innovation steigt. Abgesehen von den geschäftlichen Vorteilen ist es auch schön, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem man sich nie allein fühlt. Je mehr Sie sich mit Ihrem Unternehmen verbunden fühlen, desto mehr wollen Sie hervorragende Ergebnisse erzielen.

Wie bereits erwähnt, wusste ich ab meinen ersten Gesprächen bei Index Exchange, dass dies ein Ort ist, an dem ich wirklich in der Lage sein würde, positive Veränderungen voranzutreiben. Es war klar, dass der Aufbau von Communities (durch Gruppen wie „Women in Eng“), die Einstellung von Vorbildern und die Priorisierung von Diversity und Integration auf der Führungsebene ganz oben auf der Prioritätenliste standen. Ich machte es mir zur Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sie dort bleiben.

Zum Schluss bleibt zu sagen: Ich freue mich, hier bei Index Exchange eine „Woman in Eng“ zu sein und freue mich darauf, daran zu arbeiten, die Frauen in unserer Organisation zu unterstützen.